Für die Fälligkeit der Honorare für die von dieser Verordnung erfassten Leistungen gilt § 650g Absatz 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend. Für das Recht, Abschlagszahlungen zu verlangen, gilt § 632a des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend.
BGH, URTEIL vom 4.1.2014,
Az. VII ZR 26/12
Hat der Architekt auch die Leistungen der Phase 9 des § 15 Abs. 2 HOAI übernommen, ist sein Werk erst dann vollendet, wenn auch diese Leistungen erbracht sind (BGH, Urteile vom 10. Oktober 2013 - VII ZR 19/12, BauR 2014, 127 Rn. 29 = NZBau 2014, 47; vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 155/04, aaO Rn. 12 und vom 10. Februar 1994 - VII ZR 20/93, aaO S. 114).
BGH, URTEIL vom 4.9.2013,
Az. VII ZR 19/12
29 a) Wird ein Architekt mit Architektenleistungen einschließlich solchen der Leistungsphase 9 des § 15 HOAI beauftragt, hat er seine Leistungen vertragsgemäß erst erbracht, wenn auch die Leistungen gemäß Leistungsphase 9 erfüllt sind (BGH, Urteile vom 10. Februar 1994 - VII ZR 20/93, BGHZ 125, 111, 114 und vom 20. Oktober 2005 - VII ZR 155/04, BauR 2006, 396, 397 = NZBau 2006, 122).
BGH, URTEIL vom 4.8.2013,
Az. VII ZR 220/12
Die zur Sekundärhaftung des Architekten entwickelten Grundsätze sind zwar nicht auf einen Architekten anwendbar, der lediglich mit den Aufgaben der Grundlagenermittlung bis zur Vorbereitung der Vergabe beauftragt worden ist (Leistungsphasen 1 bis 6 des § 15 Abs. 2 HOAI a.F.; siehe BGH, Urteil vom 23. Juli 2009 - VII ZR 134/08, BauR 2009, 1607 = NZBau 2009, 789 Rn. 12 ff.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2009,
Az. VII ZR 134/08
BGHR: ia BGB §§ 635, 638 a.F. Die zur Sekundärhaftung des Architekten entwickelten Grundsätze sind nicht auf einen Architekten anwendbar, der lediglich mit den Aufgaben der Grundlagenermittlung bis zur Vorbereitung der Vergabe (Leistungsphasen 1 bis 6 des § 15 Abs. 2 HOAI) beauftragt worden ist (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 11. Januar 1996 - VII ZR 85/95, BauR 1996, 418 = Zf BR 1996, 155).
BGH, URTEIL vom 4.11.2007,
Az. VII ZR 157/06
HOAI § 15 a) Leistungen zur Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1), Vorplanung (Leistungsphase 2) und Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) werden nicht allein deshalb Gegenstand eines Architektenvertrages über Leistungen bei Gebäuden, weil sie einen der übertragenen Leistungsphase 4 des § 15 HOAI notwendig vorangehenden Entwicklungsschritt darstellen (im Anschluss an BGH, Urteil vom 23. November 2006 -VII ZR 110/05, BauR 2007, 571 = NZBau 2007, 180 = Zf BR 2007, 235).
LG Mönchengladbach, Urteil vom 4.6.2005,
Az. 10 O 505/03
Die Kammer ist in Anlehnung an die Entscheidung des Oberlandesgericht Düsseldorf (NJW-RR 1999, 1696) der Auffassung, dass der Architektenvertrag zwar nicht unter einer aufschiebenden Bedingung zustande kommt, wenn der Bauherr dem Architekten bei dessen Beauftragung eine Baukostenobergrenze vorgibt (hierfür aber OLG Hamm, BauR 1987, 582), allerdings sich zunächst auf die Leistungen bis zur Vorplanung (Leistungsphasen 1 und 2 des § 15 HOAI) erstreckt und auf weitere Planungsleistungen erst nach positiver Prüfung, dass das Bauvorhaben mit dem vorgegebenen Aufwand durchführbar ist.
BGH, URTEIL vom 4.10.2004,
Az. VII ZR 128/03
c) Haben die Parteien vereinbart, daß der Architekt Leistungen nach § 15 Abs. 2 HOAI, Leistungsphasen 1 bis 9, zu erbringen hat, so sind die Kostenermittlungen als Teilerfolge geschuldet, die grundsätzlich in den Leistungsphasen erbracht werden müssen, denen sie in der HOAI zugeordnet sind (im Anschluß an BGH,
OLG Düsseldorf, Urteil vom 1.7.2001,
Az. 23 U 6/01
Dies gilt auch und gerade für die Bestimmung des § 15 HOAI; jene Vorschrift begründet keinen von den Absprachen der Parteien unabhängigen Honoraranspruch des Architekten, sondern setzt die vertragliche Vereinbarung über den Umfang der dem Architekten übertragenen Leistungen gerade voraus (BGHZ 133, 399, 402 ff. = NJW 1987, 586, 587 = BauR 1997, 154, 155; BGH NJW 1999, 427 = BauR 1999, 187, 188).
BGH, Urteil vom 4.2.1999,
Az. VII ZR 397/97
Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts waren dem Kläger im Jahr 1991 die Leistungsphasen 1 bis 4 des § 15 Abs. 2 HOAI übertragen worden, eine sogenannte stufenweise Beauftragung (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 18. September 1997 - VIIZR 300/96, BGHZ136, 342 = BauR 1997, 1065 = ZfBR 1998, 25) hat das Berufungsgericht nicht festgestellt.